13.01.2017

Sächsisches Abitur: Neue Regeln zur Einbringungspflicht

Abiturienten in Sachsen müssen künftig weniger Kurshalbjahresergebnisse in die Gesamtqualifikation zum Abitur einbringen: statt der bisherigen 52 genügen nun 40 Kurshalbjahresergebnisse. Die Neuregelung gilt ab dem kommenden Schuljahr 2017/18, und zwar auch für Schüler, die sich bereits in der gymnasialen Oberstufe befinden.

Im Vergleich mit anderen Bundesländern hatte Sachsen mit Abstand die höchste Anzahl an einzubringenden Kursen: In Berlin, Bremen, Hamburg und Hessen mussten Schüler bisher nur 32, in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen 40 Kursergebnisse einbringen.

Die Neuregelung beruht auf einer Vereinbarung der Kultusministerkonferenz (KMK) vom Juni 2016, wonach zukünftig in allen Bundesländern 40 Kurshalbjahresergebnisse in das Abitur einfließen sollen. Dadurch solle mehr Chancengleichheit und eine bessere Vergleichbarkeit der Abschlüsse bewirkt werden.

Gleichwohl werden die Anforderungen des sächsischen Abiturs auch nach den Änderungen über dem Bundesdurchschnitt liegen. Abiturienten in Sachsen müssen drei Naturwissenschaften und eine Fremdsprache oder zwei Naturwissenschaften und zwei Fremdsprachen belegen. Damit liegt die Belegverpflichtung über den KMK-Vorgaben, wonach nur eine Naturwissenschaft verlangt wird.

Quelle: SMK-Blog