06.04.2016

Bildungsempfehlungen im Freistaat Sachsen zum Schuljahr 2016/17

Knapp die Hälfte der Schülerinnen und Schüler werden nach Beendigung der 4. Klasse zum Schuljahr 2016/17 auf ein Gymnasium wechseln. Die genauen Zahlen veröffentlichte das Sächsische Kultusministerium in Beantwortung einer Kleinen Anfrage im Landtag (Drs.-Nr.: 6/4412).

Danach erhielten im Freistaat Sachsen 47,2 % der Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Grundschulen die Bildungsempfehlung für das Gymnasium. 52,8 % erhielten die Bildungsempfehlung für die Oberschule.

In der Stadt Leipzig erreichten 42,7 % der Schülerinnen und Schüler Leistungen, die für eine Gymnasialempfehlung ausreichten. Die Unterschiede innerhalb Leipzigs sind groß. An einigen Grundschulen beträgt der Anteil der Kinder mit Bildungsempfehlung für das Gymnasium 20 % und weniger, z.B.

Wilhelm-Wander-Schule  7,5 %
August-Bebel-Schule  17,6 %
74. Schule  20,9 %

An anderen Schulen liegt der Anteil der Gymnasialempfehlungen über 70 %, z.B.

Schule am Floßplatz  82,2 %
Anna-Magdalena-Bach-Schule  76,9 %
Schule Rückmarsdorf  76 %

Die Zahl derer, die im Schuljahr 2015/16 die 5. Klasse einer Oberschule besuchen und eine Bildungsempfehlung für den Besuch eines Gymnasiums ab Klassenstufe 6 erhielten, ist mit 103 Schülern / 0,6 % in Sachsen (Stadt Leipzig: 6 Schüler / 0,6 %) verschwindend gering. Deutlich mehr Schüler, nämlich 1.559 / 9,9 % in Sachsen (Stadt Leipzig: 83 Schüler / 8,8 %) konnten in Klasse 6 die Bildungsempfehlung für den Wechsel an ein Gymnasium ab Klassenstufe 7 erreichen.

Nur noch fünf Bundesländer halten nach wie vor am System der verbindlichen Bildungsempfehlung fest. In allen anderen Bundesländern dürfen die Eltern entscheiden, welche weiterführende Schule ihr Kind nach der Grundschule besucht. Von den fünf Bundesländern mit verbindlicher Bildungsempfehlung ist Sachsen (neben Thüringen) das Bundesland mit der strengsten Regelung. Um den Sprung auf das Gymnasium zu schaffen, wird von sächsischen Kindern in der 4. Klasse ein Notendurchschnitt in Mathematik, Deutsch und Sachunterricht von 2,0 verlangt.