26.08.2013

Wunschgymnasium für unsere Mandantin

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres entschied das Verwaltungsgericht Leipzig mit Beschluss vom 23.08.2013 über die Aufnahme unserer Mandantin an einem Gymansium im Leipziger Norden. Die Antragstellerin hatte die Schule als Erstwunsch angegeben, war aber an ein Gymnasium verwiesen worden, das keinem ihrer drei Wünsche entsprach.

Das Gericht bestätigte, dass der Schule bei der Auswahlentscheidung ein Rechtsfehler unterlaufen war. Unter den von der Schule bevorzugt zugelassenen Geschwisterkindern befand sich ein Kind, das zwar zum Zeitpunkt der Auswahlentscheidung ein Geschwisterkind an der Schule vorweisen konnte. Dieses ältere Geschwisterkind befand sich jedoch bereits in der Klassenstufe 12, dürfte die Schule also nunmehr bereits verlassen haben.

Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts sei die Privilegierung von Geschwisterkindern gerechtfertigt, wenn ein oder mehrere Geschwister an der Schule unterrichtet werden. Ist jedoch offensichtlich, dass das Geschwisterkind im neuen Schuljahr nicht mehr Schüler der Schule sein wird, dürfe das Kriterium „Geschwisterkind“ nicht mehr für das sich an der Schule bewerbende Kind herangezogen werden. Dies widerspräche dem Sinn und Zweck des Vorrangkriteriums „Geschwisterkind“.

Die Schule müsse daher, so die Leipziger Richter, die zu Unrecht abgelehnte Antragstellerin zusätzlich aufnehmen.

VG Leipzig, Beschluss vom 23.08.2013, Az. 4 L 227/13